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Smart Contracts – Intelligente Art Verträge zu schließen

Smart Contracts sind eine richtungsweisende Technologie, wodurch bürokratische Strukturen abgebaut werden können. Die Basis von Smart Contracts bildet, wie bei Kryptowährungen, die Blockchain-Technologie. Als dezentrales, fälschungssicheres und transparentes Datenregister bietet es dafür die idealen Grundvoraussetzungen.

Funktionsweise von Smart Contracts

In Smart Contracts wird eine vertragliche Reglementierung als Code niederschrieben, der einer konditionalen Logik unterliegt. Das bedeutet, sie folgen einem „Wenn-Dann“-Muster: wenn vorab definierte Voraussetzungen bzw. Vereinbarungen erfüllt werden, dann treten automatisch bestimmte Vertragsklauseln in Kraft.

Für gewöhnlich sorgen dritte Instanzen, wie bspw. Anwälte dafür, dass Verträge eingehalten werden, bei Smart Contracts sorgt die Technologie für die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen. Somit hat eine digital programmierte Bedingungsfolge unmittelbar Einfluss auf die reale Situation der Vertragspartner.

Smart Contracts – intelligente Art Verträge zu schließen

Smart“ bezieht sich auf den eigenständigen, automatischen Ablauf vorprogrammierter Bedingungen, die umgehend bei Eintritt umgesetzt werden. Grundsätzlich kommt ein Vertrag durch übereinstimmende Willenserklärungen von mindestens zweier Personen zustande (§ 861 ABGB).

Der Vertragsabschluss ist – außer in bestimmten Ausnahmen – formfrei möglich, wodurch Verträge mündlich oder elektronisch geschlossen werden können. Somit kann ein Vertrag durch die Abbildung von Angebot und Annahme vollständig und digital auf der Blockchain abgeschlossen werden.

Anwendungsbereiche von Smart Contracts

Aufgrund ihrer Funktionsweise und als neue Form des Vertragsabschlusses bzw. der Vertragsdurchführung ermöglichen Smart Contracts neue Anwendungsmöglichkeiten. Vor allem der Einsatz in untenstehenden Anwendungsfeldern ist vorstellbar:

  • Energiesektor: ein Pilotprojekt einer Handelsplattform für den Handel von Energiezertifikaten über die Blockchain wird bereits getestet.
  • Finanzsektor: diverse Arten von Versicherungen eignen sich für eine Abwicklung über Smart Contracts – z.B. KfZ-Versicherungen: ab vier Fahrzeugschäden innerhalb der letzten 12 Monate („wenn“-Ereignis) gilt die Prämienstufe 9 („dann“-Ereignis)

Weitere Anwendungsbereiche könnten sich auch im Telekommunikationssektor ergeben, bei Mobilfunktarifen: 5GB Datenvolumen kosten bspw. 30 Euro pro Monat – werden nur 50 Prozent des Volumens benötigt („wenn“), fallen nur 50 Prozent der Vertragskosten („dann“) an.

Sind diese intelligenten Verträge nun ein „kluger“ Deal…

In der Theorie bieten Smart Contracts einige interessante Veränderungen. Verträge bzw. Vereinbarungen sind ohne Rechtsstreitigkeiten einzuhalten und benötigen auch keine zusätzlichen Kontrollinstanzen.

Sie sind schneller, billiger und effizienter, da bürokratische Verwaltungsstrukturen eingespart werden könnten und Dritte, die bisher für die Sicherheit der Vertragspartner bürgten (z.B. Anwälte, Banken oder Versicherungen) überflüssig werden würden. 

Ihre Funktionsweise, die auf einem „Wenn-Dann“-Muster beruht, wird noch für weitere Anwendungsbereiche (z.B. Wahlen, Miet- und Kaufverträge) direkte und passende Lösungen bieten können. Vorteil: man kann sich besser auf die individuellen Einstellungen und Nutzungsweisen der Vertragspartner einstellen bzw. sie bedienen. Pauschalisierungen oder zeitaufwendige Produktvergleiche entfallen. Man erhofft sich von Smart Contracts eine Erleichterung von Geschäftsvorgängen und Vertragsabwicklungen sowie eine höhere Vertragssicherheit

Dein Kryptotrends.de Team

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